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Greiz geht auch solidarisch

Wir dokumentieren hier den Aufruf für eine solidarische Kundgebung am 08.01.22 in Greiz. Beteiligt euch gern:

294 Gründe für solidarisches Verhalten

294 Menschen sind nach offiziellen Angaben seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis Greiz an und mit Covid-19 verstorben (Stand: 30.12.21). In der täglichen Berichterstattung werden die Todeszahlen häufig nur noch als Randnotiz erwähnt, wenn nicht gerade eine neue kritische Schwelle überschritten wird (zuletzt 100.000 Tote deutschlandweit). Wir wollen Zeichen setzten und den Opfern gedenken. Deshalb werden wir am 08.01.22, ab 18 Uhr, vor der Vogtlandhalle in Greiz für jede*n Verstorbene*n des Landkreises eine Kerze entzünden, um ein stilles Gedenken zu ermöglichen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie ein Stück weit sichtbar zu machen.

Gleichzeitig wollen wir auch auf die Gefahr der weiterhin und unvermindert stattfindenden Demonstrationen von Menschen, die die Pandemie und ihre Auswirkungen verharmlosen, aufmerksam machen. Die Demonstrierenden tragen extrem rechtes Gedankengut auf die Straßen oder machen sich bewusst mit denen gemein, die dies tun. Eine wahrnehmbare Abgrenzung findet nicht statt. Konsequent und bewusst werden bei diesen, als „Spaziergänge“ betitelten Aufmärschen, Masken- und Abstandsregeln missachtet und das Infektionsgeschehen somit weiter befeuert. Zuhauf finden sich in der Kommunikation dieser Gruppen, im digitalen, wie im analogen Raum, demokratiefeindliche Aussagen. Auch dagegen wollen wir uns positionieren. Wir streiten nicht ab, dass die Motivation, sich an den Demonstrationen zu beteiligen, unter den Teilnehmenden unterschiedlich ist. Jeder und Jede kann und sollte aber wissen, dass die Organisator:innen der „Spaziergänge“ zum Teil extrem rechte Ansichten vertreten, die Gefahren
der Pandemie leugnen und bewusst Falschinformationen und Lügen verbreiten.

Unsere Aktion ist, unter Einhaltung der derzeit gültigen Bestimmungen, als Kundgebung angemeldet. Bitte achtet auf Anstands- und Abstandsregeln und tragt eine FFP2-Maske.

Offener Brief zu den „Spaziergängen“ in Greiz

„Freiheit ohne Solidarität ist nichts als Egoismus.“

Das Antifaschistische Bündnis für ein weltoffenes Vogtland (ABWV) hat einen offenen Brief zu den eskalierenden „Corona-Spaziergängen“ in Greiz und weiteren Orten des Landkreises veröffentlicht. Wir unterstützen die deutlichen Worte, nachdem dieser Tage bereits ein erwartbar schwaches Statement der Stadt Greiz veröffentlicht wurde.

„Die Zeit, für Menschen Verständnis zu zeigen und Brücken zu bauen, die den Boden der Verfassung längst verlassen haben, muss enden. …. Aus unserer Sicht ist eine deutliche Distanzierung von Feinden der Demokratie und überzeugten Verschwörungsgläubigen im öffentlichen Raum notwendig. Wer wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert, wer offensichtliche Falschaussagen verbreitet, wer zu Hass und Gewalt führende Mythen vertritt, der hat zum öffentlichen Diskurs nichts Konstruktives beizutragen. Das Zerrbild und das Gerede von einer gespaltenen Gesellschaft, befeuert von einer marginalen Minderheit von Rechten, Verschwörungsgläubigen und „Spaziergänger:innen“, wollen wir nicht weiter ertragen.“

Den gesamten Brief findet ihr unter abwv.org

Wenn ihr euch solidarisch zeigen wollt, könnt ihr den offenen Brief auch unterschreiben:

Offener Brief des ABWV – Freiheit ohne Solidarität ist nichts als Egoismus

Schöne Sache, wir solidarisieren uns mit den antifaschistisch Aktiven in der Provinz.

Eure Siebenhitze

09. November – Kein Vergeben, kein Vergessen!

Am 09. November 2021 jährt sich die Pogromnacht von 1938 zum 83. Mal. In ganz Deutschland wurden an diesem Tag Synagogen niedergebrannt, jüdische Geschäfte geplündert und zahllose Menschen angegriffen, verletzt, verschleppt, erniedrigt und ermordet. Der 09. November 1938 bildete den ersten Höhepunkt des ungeheuerlichsten Zivilisationsbruchs der Menschheitsgeschichte – der Shoa. In den folgenden Jahren bis zum Ende der NS-Herrschaft kamen etwa 6 Millionen Menschen jüdischen Glaubens durch die Nazis zu Tode.

Auch in Greiz endeten Jahrhunderte jüdischer Geschichte an diesem Tag mit Ausschreitungen, Plünderungen und Vertreibung. 1939 wurde die Anzahl jüdischer Einwohner in Greiz offiziell mit 0 angegeben. Wer sich über jüdisches Leben vor Ort informieren möchte, dem sei die Seite jewish-places.de empfohlen. Die staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung hat im Jahr 2021 etliche Einträge hinzugefügt.

Wir haben den 09. November genutzt, um die vier in Greiz verlegten Stolpersteine zu säubern und mit weißen Rosen, einem wichtigen Symbol des Widerstands gegen den Nationalsozialismus, an die Opfer zu erinnern.

Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“ (Primo Levi)

Auch heute, im Jahr 2021, bleibt die Erinnerung wichtig. Die Zahl antisemitischer Taten hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Für das Jahr 2020 wurden bislang insgesamt 2.428 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund gemeldet, darunter 57 Gewalttaten. Und dies sind nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer mit Delikten, deren Motiv nicht erkannt oder die gar nicht erst zur Anzeige gebracht wurden, dürfte viel höher sein.

Doch wie ist dieser Anstieg zu erklären? Wie kommt es zu dieser Renaissance antisemitischen Denkens? Neben ganz klassischen Neonazis, die auch in Greiz „Fuck Israel“ Aufkleber verkleben, sind es vor allem sogenannte Querdenker, die antisemitische Stereotype bedienen. Die Erzählungen von verschwiegenen, mächtigen Eliten, die heimlich die Geschicke der Welt lenken würden und uns Corona beschert hätten, sind mittlerweile anschlussfähig an weite Teile der Gesellschaft. Im Umfeld von Homöopathie und Esoterik findet sich „wissenschaftsskeptisches“ Denken, dass diese Szene besonders anschlussfähig für Verschwörungsideologen aller Coleur macht. Die propagierte jüdische Weltverschwörung, deren Wurzeln bis zu den unzähligen Pogromen im mittelalterlichen Europa reichen, ist zentraler Bestandteil faschistischer Ideologie. So verwundert es auch kaum, dass bei den Corona-Spaziergängen in Zeulenroda-Triebes eine krude Melange aus Rechtsradikalen, AfD-Anhängern, Eso-Hippies und vermeintlichen Normalbürgern den Aussagen von Antisemiten wie Frank Haußner oder Christian Bärthel applaudiert. So stecke, laut Haußner, hinter den Infektionsschutzmaßnahmen nicht das Coronavirus, sondern „satanische Eliten-Cliquen“, die die Einführung einer neuen Weltordnung vorbereiten würden. Politiker seien nur „Marionetten dunkler Mächte“, die im Hintergrund die Strippen ziehen. Mit diesen klar antisemitisch konnotierten Bildern wird der vermeintliche Feind markiert und somit der Boden bereitet für Hetze, Hass und letztlich auch Gewalt. Der Anschlag in Halle am 9. Oktober 2019 war der Versuch eines Massenmordes an Juden an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag und wurde mit den gleichen antisemitischen Verschwörungsideen begründet.

Daraus kann nur folgen, dass es heute wichtiger ist als jemals zuvor seit dem Ende des zweiten Weltkrieges, sich den Verbrechen der historischen Faschisten zu erinnern und die Erinnerung als Mahnung zu begreifen. Wir alle müssen Verantwortung übernehmen und den heutigen Antisemiten, Nationalisten, Faschisten, Rassisten, und Verschwörungsideologen deutlich widersprechen und ihnen entgegentreten, wo immer sie sich zeigen.

Kein Vergeben! Kein Vergessen! Gegen jeden Antisemitismus!

9.11.

«Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.»
-Primo Levi-

Im Zusammenschluss mit Plauener AntifaschistInnen, gedenken wir gemeinsam den Opfern des Faschismus.

Kundgebung: Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben! Berlin | MITTWOCH, 21. OKTOBER 2020 um 18:00

 

Kundgebung: Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben!
Berlin | MITTWOCH, 21. OKTOBER 2020 um 18:00
Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus – Niederkirchnerstraße 5, 10117 BerlinIm November 2019 wurde der VVN-BdA die Gemeinnützigkeit entzogen.
Diese Entscheidung muss zurückgenommen werden – kommt zur Kundgebung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus und zeigt euch solidarisch!

„Das Haus brennt und sie sperren die Feuerwehr aus!“ (Esther Bejarano)

Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben!

Vor fast schon einem Jahr entzog die Berliner Finanzverwaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund des Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), unter Berufung auf den Bericht des Inlandsgeheimdienstes in Bayern, die Gemeinnützigkeit und setzte damit ein verhängnisvolles politisches Signal.

Antifaschismus ist die historische Grundlage der Demokratie in Deutschland

Viele Menschen im In- und Ausland sind über die Entscheidung empört und verstehen sie als Versuch, Antifaschismus an den Rand der Gesellschaft zu drängen. Soll die „Gunst der Stunde“ genutzt werden, dass es 75 Jahre nach der Befreiung nur noch wenige Zeitzeug:innen der NS-Verbrechen gibt, auf die man Rücksicht nehmen muss?
Antifaschismus ist die historische Grundlage der Demokratie in Deutschland, das Grundgesetz entstand als Gegenentwurf zum faschistischen Staatsverständnis. Dafür steht die von Überlebenden der Konzentrationslager und Gefängnisse 1947 gegründete VVN-BdA.
Die Bedrohung von Rechts wächst Seit dem Mord an Walter Lübcke und den Attentaten von Halle und Hanau muss selbst Horst Seehofer öffentlich äußern, dass die Bedrohung von Rechts die größte Herausforderung für die Sicherheit von Menschen in diesem Land ist. Zugleich werden seit Sommer 2019 immer neue, teils militante, rechte Netzwerke in staatlichen Sicher heits-Organen aufgedeckt: von „Nordkreuz“ über Schießübungen der Polizei in Güstrow und dort gefundener Bundeswehr- und Polizeimunition, „NSU 2.0“-Drohmails aus Polizeicomputern bis zu KSK-Skandalen und Rassist:innen- Chats in Polizeirevieren. Trotz alledem sehen die politisch Verantwortlichen kein strukturelles Problem, das durch eine entsprechende Studie untersucht werden müsste.

Die allgegenwärtige rassistische Hetze, die den „Soundtrack“ zu diesen Zuständen liefert, kommt von einer Partei, die auch von offenkundigen Faschist:innen in allen deutschen Parlamenten vertreten wird Antifaschismus ist das Gebot der Stunde
Das haben die vielen neuen Mitglieder verstanden, die seit diesem Angriff zur VVN-BdA gestoßen sind. Unzählige Solidaritätserklärungen sind uns von Organisationen, Initiativen und Persönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Bereichen zugegangen und veröffentlicht worden.
Nach einem Jahr heftiger politischer und juristischer Auseinandersetzung müssen die Rot-Rot-Grüne Regierungskoalition in Berlin und das Bundesfinanzministerium, das die Durchführungsverordnung für die Abgabenordnung erlässt, endlich klarstellen, dass Antifaschismus in Deutschland auch weiterhin gemeinnützig ist!

Wir fordern:
• die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für die VVN-BdA!
• das Ende der geheimdienstlichen Arbeit gegen die VVN-BdA in
Bayern und anderswo!
• die Abschaffung des Artikels 51, Absatz 3, Satz der Abgabenordnung!
• ein modernes Gemeinnützigkeitsrecht, das die tatsächlichen großen
gesellschaftlichen Strömungen für Demokratie, Klimaschutz und weitere
wichtige Themen anerkennt und fördert!
• Gemeinnützigkeit für Attac, Campact, das Ludwigsburger DemoZ
und allen anderen bedrohten fortschrittlichen Organisationen!
• praktische Unterstützung für alle zivilgesellschaftlichen Gruppen
und Organisationen, die die Grundwerte des Grundgesetzes gegen
rassistische, antisemitische, nationalistische und neofaschistische
Angriffe verteidigen!

Deshalb kommt am 21.10. um 18 Uhr mit uns vor das
Abgeordnetenhaus, um klarzustellen: Antifaschismus ist
und bleibt gemeinnützig!

Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus – Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin

Kontakt:
Vereinigung der Verfolgten des
Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen
und Antifaschisten – Berliner VVN-BdA e.V.
Magdalenenstr. 19, 10365 Berlin
www.berlin.vvn-bda.de
bundesbuero@vvn-bda.de
Telefon (+49) 030-55579083-2
Telefax (+49) 030-55579083-9

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA

Spendenaktion

https://www.facebook.com/148130938686693/posts/1748312652001839/

Ein GROSSES Danke geht an alle Spender*innen raus, dass wir diesen Betrag überweisen konnten. Es ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber wir als Verein haben beschlossen nicht tatenlos zuzuschauen was in diesem Europa geschieht! Weiterhin gehen solidarische Grüße raus an die Menschen in Belarus. Die tagtäglich ihre Freiheit aufs Spiel setzen. Infomiert euch! Vernetzt euch! ✊

und noch viele andere!

Die Scheiße nimmt kein Ende!

Keine Schießerei, keine Shisha-Morde, ein rassistisches Hassverbrechen. Ein rechter Terroranschlag. Nennt es beim Namen. Nicht ausländer- oder fremdenfeindlich – rassistisch. Die Opfer hießen Ferhat, Hamza oder Said (u.a) und sind nicht zufällig  getroffen, sondern aus rassistischen Motiven zum Opfer geworden. Derartige Verbrechen sind Botschaftstaten, sie töten einige, treffen aber die gesamte Community.

Spätestens jetzt ist die Zeit, sich zu positionieren. Hört den Betroffenen zu, lest, was antifaschistische Recherche seit Jahren zu Tage fördert. Grenzt Nazis, Afd und Sympathisanten konsequent aus und gebt ihnen nicht noch die Möglichkeit, ihre Ansichten zu verbreiten. Widersprecht menschenverachtenden Aussagen. Die sog. Afd trägt eine Mitschuld an der erneuten Eskalation der Gewalt. Die jahrelange tägliche Desinformation, das streuen von verbalem Hass und rassistischen Vorurteilen wird vermehrt in Taten umgesetzt. Wichtig ist, dass jetzt nicht nur wieder Worthülsen ausgetauscht werden. Auch die sog. Mitte muss sich  bewegen. Wer schweigt stimmt zu, wer der Afd die Hand reicht (Stichwort: Wahl des MP in Thüringen) sowieso. Zeigt den Betroffenen, dass sie Teil dieser Gesellschaft sind und nehmt sie ernst. Es müssen jetzt endlich Konsequenzen gezogen werden, aus NSU, NSU 2.0, rechten Netzwerken in Polizei und Militär, Halle, Hanau, Kassel usw.

Unsere Solidarität und Anteilnahme gilt den Familien und Freunden der Getöteten und Verletzten.

Bild: Twitter/DIE LINKE Thüringen

Aufruf: 8. Mai – Tag der Befreiung – 15:30 Markt Greiz


08. Mai – Tag der Befreiung – Wer nicht feiert, hat verloren!
Am 08. Mai jährt sich die Befreiung vom Faschismus zum 74. Mal. Dank der Alliierten kapitulierte die deutsche Wehrmacht am 8. Mai 1945 und dieses Datum markiert damit das Ende des Nationalsozialismus, das Ende des Krieges in Europa und das Ende des grausamsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte – der Shoa. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden Menschen, welche nicht in die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ passten, millionenfach deportiert und ermordet- ob aufgrund jüdischen Glaubens, anders auszusehen, an etwas anderes zu glauben oder körperlich beeinträchtigt zu sein.
Wir empfinden es als Provokation, dass ausgerechnet am 08. Mai die nationalchauvinistischen, rassistischen und geschichtsrevisionistischen Ansichten der AfD auf dem Markt in Greiz verbreitet werden sollen. Die Forderungen des Bernd Höcke und seiner Fans sind nicht zu tolerieren. Wer gegen Minderheiten hetzt, erinnerungspolititische 180-Grad-Wendungen fordert, auf die Wehrmacht stolz sein will, völkischen Nationalismus propagiert,mit Rassismus und Fake-News die Spaltung der Gesellschaft voran treibt und öffentlich von der Beseitigung politischer Gegner schwadroniert, braucht dringend laut wahrnehmbaren Widerspruch.
Der AfD die Bühne zu nehmen, ist notwendig.
Vergangene Versuche, autoritäre, völkische Bewegungen im Dialog zu „entlarven“, haben nur dazu geführt, dass sie eine Legitimation als demokratische Dialogpartner erhalten haben – was sie gestärkt hat. Beispiele dafür finden sich bei der Österreichischen FPÖ und dem Wahlerfolg von Donald Trump. Es muss klar sein, dass das Bekämpfen sozialer Verwerfungen, unter denen viele Menschen leiden, nicht bedeuten kann, rassistische und nationalistische Hetze zu akzeptieren.
Wir stehen für eine offene Gesellschaft, für konsequenten Antifaschismus, für Feminismus, für ein Gutes Leben für alle und finden: Nationalismus ist keine Alternative!
Wir feiern den Tag der Befreiung und sagen ganz klar – Wer nicht feiert, hat verloren!
08. Mai 2019 | 15:30 | Markt | Greiz

16. März – “Die Wartburgstadt ins Wanken bringen!” Bundesweite Antifa-Demonstration in Eisenach


Wir teilen hier den Aufruf zur bundesweiten antifaschistischen Demonstration in Eisenach am 16.03.2019
#eisenach1603
Rechte Mobilisierung und rassistische Vorfälle, wie sie zuletzt in Chemnitz zu beobachten waren, ziehen immer wieder die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich. In der Berichterstattung erscheinen diese als besondere Einzelfälle, die alltägliche bundesdeutsche Realität gerät oftmals aus dem Blick: Über rassistisch motivierte Angriffe sowie Überfälle auf politisch Andersdenkende legt sich der bürgerliche Konsens des Schweigens und Verharmlosens. Dies ist Alltag in vielen Orten. Irgendwo in Deutschland ist es immer unerträglich. Auch in Thüringen.
Thüringen kann nicht nur einige rechte Hotspots wie Kahla, Ballstädt und Hildburghausen aufweisen. Thüringens kommerziell erfolgreiche Rechtsrockindustrie versammelt regelmäßig mehrere tausend Besucher*innen in Orten wie Themar. In Thüringen entstand mit THÜGIDA der erfolgreichste PEGIDA-Ableger in Deutschland. Der thüringische AfD-Landesverband zeigt sich als besonders völkisch-nationalistisch…
Die Ignoranz gegenüber rechter Gewalt, wie sie sich auch in Thüringen zeigt, folgt einer langen Tradition. Die Verwobenheit von Neonazi-Strukturen mit (klein-)städtischen Gemeinwesen hat verheerende Folgen: Bewohner*innen decken rassistische Übergriffe oder befürworten sie sogar und die lokale Politik diskreditiert Widerstand gegen diese Zustände als ‚Nestbeschmutzung‘. Auch in Eisenach.
Deshalb werfen wir an diesem Ort beispielhaft ein Schlaglicht auf die Realitäten der deutschen ‚Volksgemeinschaft‘. Wir wollen aufmerksam machen auf die zahlreichen neonazistischen Gewalttaten der letzten Jahre. Und wir wollen auf eine Stadt zeigen, in der solche Übergriffe heruntergespielt und stattdessen Neonazis hofiert werden. Unser Ziel ist es, die rechte Hegemonie in Eisenach anzugreifen, die engagierten Antifaschist*innen vor Ort zu unterstützen und aufzuzeigen, was an vielen Orten in Deutschland Realität ist.
Das Bündnis Irgendwo in Deutschland ruft alle Antifaschist*innen dazu auf, am Samstag den 16.03.2019 nach Eisenach zu kommen!
Gegen die deutschen Zustände, in Eisenach und überall! Gegen die autoritäre Formierung!
Gemeinsame Anreise:
Erfurt
Zugtreffpunkt: 13.30 Uhr Hauptbahnhof
Leipzig
Zugtreffpunkt: 10.45 Uhr Hauptbahnhof am Infopunkt
Weiterlesen: https://irgendwoindeutschland.org/16-maerz-eisenach/